Scannertypen: Radar, Réseauscanner, Trommelscanner, Flachbettscanner, Großformatscanner, Handscanner

Radar, Réseauscanner, Trommelscanner

Fangen wir beim Radar an, der eigentlich gar kein richtiger Scanner ist, sondern nur manchmal so bezeichnet wird. Radar steht für Radio Detection and Ranging und bezeichnet diverse Verfahren zur Ortung und Erkennung im Radiofrequenzbereich. Diese Verfahren basieren also auf elektromagnetischen Wellen. Wird der Radar mit vektororientierten Bildschirmen verknüpft entsteht ein weiteres bildgebendes Verfahren, weshalb man hier von Scanner sprechen kann. Der Réseauscanner wird in der Photogrammetrie, einer Reihe von Messmethoden zur näheren Bestimmung von Formen von Objekten auf Fotos, verwendet. Der Réseauscanner übernimmt hierbei die Aufgabe, Luftbildaufnahmen möglichst unverfälscht zu digitalisieren, damit sie weiterverarbeitet werden können. Die Funktionsweise ist folgendermaßen: Unter eine Glasplatte, die mit eingeätzen Réseaukreuzen versehen ist, wird das Luftbild gelegt und über den CCD-Sensor in Teilbildern erfasst, welche dann über das Réseau zusammengesetzt werden. Deshalb ist hier Präzision von sehr großer Bedeutung. Zu guter Letzt der Trommelscanner, der einer der ältesten, aber trotzdem der genaueste aller Scannertypen ist. Die Auflösung beträgt stolze 12.000 ppi und auch das Tempo des Scanners ist nicht zu verachten. Hier wird die zu scannende Vorlage auf einer rotierenden Trommel befestigt, wobei sich das Beleuchtungs- und Abtastsystem linear daran vorbei bewegt. Die Vorlage wird also schraubenförmig abgetastet. Neben den CCD-Sensoren verfügt der Trommelscanner zusätzlich über sehr empfindliche Photomultiplier, die die Daten einlesen.

Flachbettscanner, Großformatscanner, Handscanner

Natürlich stellen wir auch in diesem Monat wieder verschiedene Scannertypen für unsere Leser vor. Wir möchten mit dem Flachbettscanner beginnen, der der heute gebräuchlichste Bildscanner ist. Vom Prinzip her arbeitet er wie ein Kopierer: Die Vorlage, in dem meisten Fällen wie gesagt ein Bild, wird auf eine Glasscheibe gelegt, der Scanner wird geschlossen und die lichtempfindlichen Sensoren tasten sich unter der Glasscheibe über das Motiv. Nicht nur Bilder, sondern auch Bücher können so abgetastet werden, jedoch müssen diese möglichst flach auf der Glasscheibe liegen, um ein scharfes Ergebnis zu erzielen. Großformatscanner werden als Durchzug-, Flachbett- oder Trommelscanner angeboten und können, wie der Name schon sagt, größere Formate scannen: Man benutzt sie ab Vorlagengrößen von mehr als A2. Interessant ist der Handscanner: Hier muss man selbst tätig werden, um zu scannen, denn man muss den Scanner mit der Hand über die Vorlage ziehen. Das erfordert einiges Fingerspitzengefühl, denn man darf weder zu schnell handeln, noch sollte man „vom rechten Weg“ abkommen, d.h. Nicht auf der Vorlage verrutschen. Diese Scanner sind heute nicht mehr gängig, waren jedoch in den 90ern sehr beliebt. Heute greift man als Privatperson vor allem auf die günstigen Flachbettscanner zurück.

Scannertypen: Einzugsscanner, Belegleser, Filmscanner

Und auch in diesem Monat möchten wir unseren Lesern drei verschiedene Scannertypen vorstellen. Der Einzugsscanner ist aufgebaut wie ein Faxgerät, erkennt aber auch Graustufen und Farben, hat dem Faxgerät also etwas voraus. Manko des Einzugsscanners ist, dass sich nur Einzeldokumente oder Stapel verarbeiten lassen, ein kompletter Buchscan ist nicht möglich. Zudem ist es beim Einzug glatter Vorlagen wie Fotos oft so, dass es zu ungewollten Randverzerrungen kommt. Einzugsscanner kommen daher hauptsächlich als Dokumentenscanner im Enterprise-Bereich zum Einsatz. Der Belegleser ist technisch gesehen wie ein Dokumenten- oder Einzugsscanner, das Einsatzgebiet variiert ein wenig: Er dient zum lesen von kleineren Dokumenten, wie es Belege eben sind. Der Filmscanner ist geschaffen für Fernseh- und Kinozwecke: Er dient zur Filmabtastung fotografischen Materials (Negative, Dias, Kinofilme), ist also ein wenig anders als ein Durchlicht-Flachbettscanner. Er liest Filmmaterial ein und erzeugt daraus ein analoges oder ein digitales Videosignal, deswegen muss auch jeder Kinofilm, der als Video oder DVD erscheinen soll, mit einem solchen Filmscanner abgetastet werden.

Dokumentenscanner, Durchlichtscanner, Fax

Auch in diesem Monat möchten wir unseren Lesern drei verschiedene Scannertypen vorstellen. Der Dokumentenscanner ist zur schnellen Erfassung von großen Dokumentenmengen in kurzer Zeit zuständig. Gerade Banken, Versicherungen und Bibliotheken benutzen diese Art von Scanner gern, um ihre zahlreichen Dokumente platzsparend und übersichtlich zu archivieren. Der Dokumentenscanner ist meist ein Einzug- oder Durchzugscanner und kann 50-100 Seiten von allein durcharbeiten. Durch CCD-Sensoren können sie meist sogar Vorder- und Rückseite zeitgleich erkennen und in einem Scan erfassen. Die optische Auflösung dieser Geräte liegt meist bei 200-400 dpi, es gibt jedoch auch Geräte mit höherer Auflösung, was natürlich die Qualität verbessert. Beim Durchlichtscanner wird das Licht nicht auf die zu scannende Oberfläche gestrahlt, sondern durch das Medium hindurch, er eignet sich also für Dias, Negative, Röntgenaufnahmen und so weiter. Für manche Flachbettscanner gibt es Durchlichtaufsätze als Zubehör, gerade für großformatige Medien wie Röntgenaufnahmen. Beim Fax bzw. einer Fernkopie werden Dokumente als in Linien und Pixel gerasterte Bilder über das Telefonnetz oder auch per Funk zwischen einem Sender und einem Empfänger übertragen. Zum Senden verfügt jedes Faxgerät über einen Einzugscanner, wobei eine Zeile aus CCD-Sensoren im Gerät eingebaut ist. Daran wird die Vorlage entlanggeführt. Die Bilddatei, die der Empfänger am Schluss erhält, ist eine rein schwarz-weiße, es werden weder Farben noch Graustufen erkannt.