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Mikrofilme digitalisieren

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Jürgen Hermann
Geschäftsführer und Leitung Vertrieb
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Mikrofilme (Microfilme)

Mikrofilme digitalisieren

Ein Mikrofilm (auch "Microfilm" geschrieben) stellt ein auf einer Spule aufgerollter Film dar, welcher stark verkleinerte analoge Abbildungen von Informationen (z. B. Schriftgut, Fotos oder Zeichnungen) enthält. Am bekanntesten sind Mikrofilme mit dem Format 105 mm x 148 mm (DIN A6) sowie 16 mm- und 35 mm-Mikrofilme auf Rollen/Spulen. Als Sonderformat kann die Filmkarte oder Mikrofilmlochkarte bezeichnet werden, welche eine Lochkarte darstellt, in der im rechten oder linken Bereich eine Stanzung zu finden ist. In diese Fensterstanzung ist ein 35 mm-Mikrofilmbild eingefügt. Ein Mikrofilm kann nur mit einem speziellen Lesegerät - auch Reader-Printer genannt - wiedergegeben werden, das mit Lese- und Rückvergrößerungs- sowie optional mit Reproduktionsfunktion ausgestattet ist. Mikrofilme werden insbesondere bei der Archivierung verwendet. Die großen Vorteile von Mikrofilmen sind die lange Haltbarkeit sowie die technische Unabhängigkeit des Speichermediums. Aus diesem Grund werden heute noch zu archivierende, vom Verfall bedrohte sowie wertvolle Informationen verfilmt. Analog hierzu wird auch häufig eine Digitalisierung durch Scannen eingesetzt. Der Scanservice-Dienstleister spricht dann in diesem Zusammenhang von einem sog. "Hybriden Archivieren". Bis zur Marktfähigkeit von digitalen revisionssicheren Archivierungssystemen erfolgte das gesetzlich vorgegebene Archivieren von Geschäftskorrespondenz (beispielsweise Rechnungsduplikate) vor allem mit Hilfe der Mikrofilm-Technologie.

Mikrofilme (Microfilme) scannen und digitalisieren

Ein evidenter Nachteil von Mikrofilmen stellen die überalterten Leseapparate dar, mit denen der Nutzer Informationen nur in schlechter Qualität ausdrucken kann. Für viele Leseapparate sind keine Ersatzteile mehr erhältlich, neue Lesegeräte kosten bis zu ca. 10.000,- Euro. Um die Daten und Informationen lesbar und druckfähig zu machen, ist hier das Scannen und Digitalisieren von Mikrofilmen als langfristige und preisgünstige Alternative zu nennen

Was kann ein Mikrofilm (Microfilm) Scanner?

Heutige Hochleistungs-Mikrofilm Scanner verfügen über eine Videokarte in einem angeschlossen PC für eine optimale Anzeige von großformatigen oder sehr detaillierten Mikrofilmbildern und scannen mit einer Sekunde und weniger je Scanvorgang. Die Geräte ermöglichen zudem das Zoomen, Fokussieren und Drehen der Datenobjekte.
Darüber hinaus kann der Nutzer in der Regel einen hochauflösenden Ausdruck durchführen. Die Mikrofilm Scanner verarbeiten gewöhnlich Formate mit 16/35 mm-Roll- oder Kassettenfilme, Micro Fiches, Jackets sowie auch Mikrofilmlochkarten.

Das Scannen und Digitalisieren wird häufig bei folgenden Schriftstücken, Dokumenten auf Mikrofilm
eingesetzt:

  • Bauakten
  • Personalkostenabrechnungen
  • Meldekarten
  • Akten über KFZ-Zulassungen
  • Skizzen, Zeichnungen und Pläne
  • Reparaturanleitungen, Ersatzteillisten von PKW, LKW sowie Motorräder
  • Kreditverträge
  • Lebensversicherungen
  • Kirchenbücher


EROMM (European Register of Microform and Digital Masters)

Die EROMM (European Register of Microform and Digital Masters) stellt eine internationale Datenbank dar, um Büchereien/Archive bei der Koordinierung der Digitalisierung sowie Mikrofilm-Erstellung konkrete Hilfe zu erteilen und die Erhaltung bedrohter Information und Daten zu unterstützen. Darüber hinaus ist es das Ziel der EROMM, Duplikate von nachgewiesenen Werken zu ordern.

Literatur zu den Themen Mikrofilm, Scannen

Buchtitel: Vom Mikrofilm zur Wissensmaschine: Emanuel Goldberg zwischen Medientechnik und Politik
Verfasser: Michael Buckland
Herausgeber: Frank Hartmann
Übersetzung: Gernot Rieder
Seitenumfang: 380 Seiten
Verlag: Avinus
ISBN-10: 3869380152
ISBN-13: 978-3869380155

Inhaltsangabe:
Ein schönes Buch über Emanuel Goldberg der von 1881 bis 1970 lebte und Anfang der 30er Jahre bereits ein Gerät für die Suche, das Finden und Dokumentieren von beliebig vielen Informationen entwickelte. Mit Hilfe dieser "Statistischen Maschine", wie Goldberg sie bezeichnete, kamen unterschiedlichste Techniken zusammen: Beispielsweise Mikrofilme für das Abspeichern von Dokumenten, Lochkarten für die Spezifikation von Sucheingaben, Elektronik für die Erkennung von Codes, Telefontechnik für die Eingabe von Daten. Der Verfasser leistete Pionierarbeit, denn sein Lesegerät stellt wohl die erste Suchmaschine der Welt dar, nämlich das erste komplexe System zum Auffinden von Dokumenten anhand bestimmter Suchkriterien. Der Autor Michael Buckland zeigt seinen Lesern eine bemerkenswerte Lebensgeschichte auf, welche nicht nur Goldbergs Genialität in den Fokus stellt, sondern auch eine historisch relevante Zeit für die Informationswissenschaft und - technologie darstellt.

Buchtitel: Going Digital: Strategies for Access, Preservation, and Conversion of Collections to a Digital Format
Herausgeber: Donald L. DeWitt
Seitenumfang: 248 Seiten
Verlag: Haworth PR Inc.
In englischer Sprache
ISBN-10: 0789005212
ISBN-13: 978-0789005212

Inhaltsangabe:
Das Buch von Donald L. DeWitt bietet seinen Lesern einen prägnanten und analytischen Blick auf die Probleme und Vorteile der digitalen Ressourcen in Bibliotheken, Verwaltungen und Archiven. "Going Digital" richtet sich an Bibliothekare, Archivare, Verwaltungsexperten, Microfilm-Experten - sie alle erhalten Einblick in die Technik, die Vorteile und Nachteile der traditionellen und digitalen Speicherung und Archivierung. Insbesondere wird auf folgende Punkte eingegangen:

• Vor-und Nachteile der Erhaltung von Microfilmen und deren digitalen Konvertierung
• Auswahl der richtigen Hard- und Software
• Verbesserung des Zugangs zu den traditionellen Datenbeständen
• Kostenvergleiche zwischen digitalen und gedruckten Datenbeständen und Ressourcen
• Erfolgreiche Projektumsetzung

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